head-freiwillige-feuerwehr-langenstein
Startseite wir über uns Sicherheitstipp Chronik Kontakt
 
Tipp des Monats
Rauchmelder
Feuerlöscher
Brandschutz im Haushalt
GefahrenquelleElektrogeräte/Fernseher
Verhalten bei Fettexplosion
Verhalten bei Gasgeruch
Gefahr durch Spraydosen
Verhalten im Brandfall
Nach dem Brand
Erste Hilfe
Gefahr in der Garage
Sicherheit im Pkw
Hydranten und Rettungswege
Verhalten bei Sondersignal
Absicherung von Unfallstellen
Gefahr durch Gaffer
Notrufnummern
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tip des Monats
Tipp des Monats - Gefahr durch gefrorene Seen
 
Immer wieder kommt es zu Unfällen, weil an Wintertagen mit schönem Wetter, Schnee und glitzernden Eiskristallen besonders Kinder die Eisfläche betreten, um über das Eis zu schlittern. Da das Wasser des Sees oft nur oberflächlich gefroren ist, kann dieses Wintervergnügen lebensgefährlich sein.

Aber die Tragfähigkeit vom Eis wird nicht nur von spielenden Kindern überschätzt. Auch Erwachsene – nicht immer mit harmlosen Absichten – sind schon eingebrochen. 
Gefahr beim Betreten zugefrorener Seen
 
Und das geschah nicht immer nur auf gefrorenen Teichen und Seen, wie der folgende Einsatzbericht der Feuerwehr in Langenstein zeigt:

29.01.1996 - Einsatz in der Kläranlage in Langenstein. Mehrere Diebe versuchten vergeblich, in das Verwaltungsgebäude der Kläranlage einzudringen. Dabei betrat ein Täter die dünne Eisdecke des zugefrorenen Klärbeckens und brach ein. Die Feuerwehr suchte daraufhin das 450 Kubikmeter fassende Betonbecken mit einer Stange ab und pumpte anschließend das Becken leer, fand aber niemanden.

Die Gemeinde stellt an den Teichen und Seen Warnschilder auf, die informieren, das das Betreten der vereisten Oberfläche gefährlich ist und auf eigene Gefahr erfolgt. Aber leider werden diese Schilder oft ignoriert. Einer beginnt und betritt das Eis, später folgt ein zweiter und dann kommen auch noch andere.  
 
folgende Warnungen sollte man sich durchlesen und mit seinen Kindern besprechen!
 
Allgemeines 
 
Das Eis ist am Rand stabiler. Aber schon ein paar Meter weiter auf die Mitte des Sees zu wird die Eisdecke dünner und hier besteht die Gefahr, einzubrechen.

Strömungen unter der Eisschicht sind von außen nicht zu erkennen, haben aber dennoch einen großen Einfluß auf die Dicke der Eisdecke.

Tauwetter und schwankende Temperaturen schwächen die Stärke der Eisschicht.

Das Eis wird erst tragfähig, wenn es an der dünnsten Stelle 15 Zentimeter dick ist. Dazu muss mindestens 10 Tage hintereinander starker Frost herrschen. 
 
Speziell für Baggerseen 
 
Es kann passieren, dass der See nur stellenweise ausreichend fest gefroren ist, aber andere Stellen der Eisfläche sind nur dünn gefroren und deshalb ist nicht der ganze See betretbar.
Das wird durch die Tatsache verursacht, dass in Baggerseen an verschiedenen Stellen unterschiedliche Wassertemperaturen herrschen.  
 
Speziell für Flüsse 
 
Aufgrund der Strömungen unter der Eisfläche sind fließende Gewässer schwer einzuschätzen.
Hier kommt noch hinzu, dass ein Einbruch tödlich enden kann, weil unter der Eisschicht sich Strudel bilden, die den Verunglückten unter das Eis hinunterziehen.  
 
Speziell für Talsperren 
 
Talsperren haben keinen gleich bleibenden Wasserstand.
Wenn das Wasser abgelassen wird, dann kann die Eisschicht an den Rändern der Staubecken haften bleiben, das heißt, die Eisfläche hängt in der Luft und bleibt nicht mehr direkt auf der Wasseroberfläche.
Es ist schwer einzuschätzen, wie viel Wasser sich noch im Becken befindet und wie viel Luft zwischen Eis und Wasser ist.  
 
Regeln für das Betreten zugefrorener Seen  
 
• nicht gleich an den ersten Frosttagen auf das frische Eis gehen

• Eisfläche nie allein betreten, damit im Notfall andere Personen helfen können

• Warnungen im Radio und in den Zeitungen ernst nehmen

• gefrorene Fläche erst betreten, wenn die Eisfläche

- bei einem See mindestens 15 Zentimeter dick und

- bei fließendem Gewässer wenigstens 20 Zentimeter dick ist

• beim zuständigen Amt kann man erfragen, ob die Eisschicht schon tragfähig ist

• verlasse das Eis sofort, wenn es knistert und knackt!

• sollte es so stark knistert, dass man einzubrechen droht, dann muss man

- sich flach auf das Eis legen, um das Gewicht zu verteilen und

- sich vorsichtig auf dem gleichen Weg zum Ufer zurückbewegen

 
Regeln für die Rettung eingebrochener Personen 
 
Im eisigen Wasser unterkühlt der Körper so schnell, dass man schon nach wenigen Minuten die Arme und Beine nicht mehr bewegen kann. Darum muss die Hilfe schnell kommen.   eisrettung
 
• nur um Hilfe rufen, wenn man wirklich in Gefahr ist

• Die rettende Person sollte sich flach auf das Eis legen, um ihr Körpergewicht zu verteilen und sich vorsichtig an die Einbruchsstelle heranbewegen.

• Hier sollte man den Verunglückten mit einem Brett, einer Leiter, einem umgedrehten Schlitten oder auch mit einer Stange herausziehen.

• Der Gerettete muss mit Decken und trockener Kleidung wieder aufgewärmt werden und in einen beheizten Raum gebracht werden.

• Zum Trinken benötigt die verunglückte Person heiße, zuckerhaltige Getränke, aber keinen Alkohol.

• Da eine Unterkühlung lebensbedrohlich sein kann, muss nach der Rettung ein Notarzt gerufen werden. 
 
 
 
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei allen Empfehlungen nur um Tipps handelt, aus denen keinerlei Haftungsansprüche abgeleitet werden können! 
 
Kontakt: info@feuerwehr-langenstein.de