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| Erste Hilfe |
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Was ist zu tun, wenn man in einen Unfall gerät oder jemand ohnmächtig wird?
Als Erste Hilfe bezeichnet man die Maßnahmen, die am Unfallort ergriffen werden, bevor der Notarzt erscheint. Das ist
nicht nur sittliche, sondern auch gesetzliche Pflicht. |
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Niemand braucht Angst zu haben, etwas falsch zu machen.
Den größten Schaden richtet man an, indem man überhaupt nicht handelt.
Außerdem kann man nicht rechtlich zur Verantwortung gezogen werden, wenn ein Helfender sich irrt.
In regelmäßigen Abständen (alle 2 Jahre) sollten die Kenntnisse in Erste-Hilfe-Kursen aufgefrischt werden. Dies kann
man beim Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe, dem Malteser Hilfsdienst oder der Deutschen
Lebensrettungsgesellschaft durchführen.
In der Regel geschieht dies an zwei Samstagen und kostet rund 30,00 €. |
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| Allgemeine Erste-Hilfe-Maßnahmen |
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· Rettungsdienst rufen
· das Bewusstsein, die Atmung und Lebenszeichen überprüfen
· bei Kreislaufstillstand muss sofort die Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen und bis zum Eintreffen des
Rettungsdienstes durchgeführt werden
· wenn der Betroffene bei Bewusstsein ist, bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern
· enge Kleidung öffnen
· den Betroffenen gegenüber seiner Umgebung abschirmen
· Unruhe, Aufregung und Anstrengung unbedingt vermeiden
· bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes muss der Patient vom Ersthelfer ständig betreut und der Kreislauf überwacht
werden
· eventuell gelähmte Körperteile polstern und den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen |
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| Atmung |
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Die Atmung ist eine besonders wichtige biologische Funktion. Vor allem für das Gehirn hat ein Sauerstoffmangel
schwerwiegende Folgen. Schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoffversorgung werden die Gehirnzellen dauerhaft
geschädigt. Außerdem verursacht ein Sauerstoffmangel im Gehirn einen Atem- und Kreislaufstillstand.
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Den Atemstillstand erkennen Sie an folgenden Merkmalen:
· keine Atembewegungen sicht- bzw. fühlbar
· keine Atemgeräusche hörbar
· sichtbare Verlegung der Atemwege
Es ist Folgendes zu tun:
· sofort einen Notruf veranlassen
· sichtbare Fremdkörper aus dem Mund und Rachen entfernen, um die Atemwege bis in die Lungen zu befreien
· Hals überstrecken
Die Atmung sollte jetzt wieder einsetzen.
Wenn das nicht passiert, dann muß der Patient künstlich beatmet werden. Dies geschieht entweder durch:
· die Mund-zu-Nase-Beatmung oder durch
· die Mund-zu-Mund-Beatmung |
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| Mund-zu-Mund-Beatmung |
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· den Kopfes des Patienten nach hinten neigen und gleichzeitig Kinn anheben
· mit Daumen und Zeigefinger den weichen Teil der Nase verschließen
· den Mund öffnen
· normal einatmen und Lippen dicht um den Mund des Betroffenen legen
· eine Sekunde lang Luft in den Mund des Betroffenen blasen, Brustkorb hebt sich
· wiederholen
Beobachten, ob die Atmung wiedereinsetzt:
· die Atmung setzt wieder ein: den Patienten in die Stabile Seitenlage legen
· die Atmung setzt nicht ein: Druckmassage und Atemspende bis Notarzt kommt |
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| Bewusstlosigkeit |
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| Eine Bewusstlosigkeit erkennt man daran, dass der Verunglückte nicht reagiert, wenn er
angesprochen wird. |
folgende Maßnahmen ergreifen:
· Hilfe holen
· Atmung überprüfen
· bei normaler Atmung:
- Stabile Seitenlage
- Notarzt rufen
- erneut die Atmung überprüfen
· keine Atmung:
- Notarzt rufen
- Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen |
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| Atemkontrolle |
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Den Kopfes des Patienten nach hinten neigen und Kinn anheben, um die Atemwege freizumachen.
In dieser Position kann folgendermaßen die Atmung kontrolliert werden:
· Hebt und senkt sich der Brustkorb?
· Ohr über den Mund und die Nase des Patienten legen und auf Atemgeräusche hören
· mit der Wange spüren, ob Luftstrom des Betroffenen fühlbar ist
· Atmung nicht länger als 10 Sekunden kontrollieren
Wenn keine normale Atmung festgestellt wird, ist bei einer bewusstlosen Person von einem Kreislaufstillstand
auszugehen.
Es muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. |
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| Herz-Lungen-Wiederbelebung |
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Im Fall des Kreislaufstillstandes sind folgende Schritte wichtig:
· Rettungsdienst rufen
· 30 x Herzdruckmassage durchführen
· 2 x Atemspende geben
Herzdruckmassagen und Atemspenden im Wechsel so lange durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft oder der
Betroffene wieder normal zu atmen beginnt. |
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| Herzdruckmassage |
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· neben dem Betroffenen in Höhe des Brustkorbs knien
· eine Hand auf das untere Drittel des Brustbeins aufsetzen (= Mitte des Brustkorbs)
· die zweite Hand auf die erste Hand legen
· Arme strecken und 30 x den Brustkorb senkrecht von oben durch Gewichtsverlagerung des eigenen Oberkörpers ca. 4-5 cm
tief eindrücken
· Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein
· Beatmung und Herzdruckmassage wechseln: 30x drücken, 2x beatmen
Zur Atemspende siehe oben „Mund-zu-Mund-Beatmung“ |
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| Stabile Seitenlage |
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Mit der Stabilen Seitenlage wird sichergestellt, dass die Atemwege freigehalten werden, Blut und Erbrochenes abfließen
kann und der Verunglückte so vor dem Ersticken bewahrt wird. |
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Durchführung: |
· seitlich neben dem Betroffenen knien
· Beine des Patienten strecken
· nahen Arm des Bewusstlosen angewinkelt nach oben legen, die Handinnenfläche zeigt dabei nach oben
· Handgelenk des fernen Armes greifen
· Arm vor der Brust kreuzen und Handoberfläche des Patienten an dessen Wange legen
· Hand nicht loslassen
· Bein des Betroffenen durchbeugen
· Griff an den fernen Oberschenkel
· Betroffenen zu sich herüber ziehen
· oben liegendes Bein so ausrichten, dass der Oberschenkel im rechten Winkel zur Hüfte liegt
· Hals überstrecken, damit Atemwege frei werden
· Mund des Betroffenen öffnen
· an der Wange liegende Hand so ausrichten, dass der Hals überstreckt bleibt |
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| Wunden |
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Man unterscheidet kleinere Schnittverletzungen und Schürfwunden.
bei kleineren Schnittverletzungen folgendes beachten:
· Wunde ausbluten lassen
· Ränder mit einem Antiseptikum desinfizieren (z. B. Polyvidonjod oder Octenidindihydrochlorid)
· Wundränder zusammenschieben und Pflaster darauf kleben
· bei größeren Schnittverletzungen zum Arzt gehen
Schürfwunden werden folgendermaßen behandelt:
· Wunde desinfizieren
· nicht mit Wasser reinigen
· keine Salben oder Puder auftragen
· Wunde an der Luft trocknen lassen, bis sich Schorf bildet
Sollte die Gefahr einer Verschmutzung der Wunde bestehen, dann:
· mit einer sterilen Wundauflage abdecken und
· diese mit einer Mullbinde befestigen
Achtung:
Mullbinden, Watte oder Zellstoff dürfen nie direkt auf eine Wunde gelegt werden. Diese Materialien fusseln und können
mit der Wunde verkleben. |
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| Verbrennungen und Verbrühungen |
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So werden diese behandelt:
· kleinere Brandwunden unter kaltem Wasser bis der Schmerz nachlässt kühlen
· größere Verbrennungen mit einer sterilen Brandwundauflage abdecken
· Verbandstücher oder Metalline-Tücher verwenden
· Arzt aufsuchen
· bei Verbrühungen die nasse Kleidung entfernen
· Sollte die Kleidung mit der Wunde verkleben, kann nur der Arzt sie entfernen
· Verbrühung mit kaltem Wasser kühlen
· Brandblasen nicht aufstechen
· zur Nachbehandlung Brandgel benutzen, nicht auf frische Verbrennungen auftragen
· keine Hausmittel verwenden, Arzt muss die Wunde unbedingt unverändert sehen
· Rettungsdienst rufen
Sollte die Kleidung brennen, folgendermaßen löschen:
· Person mit der brennenden Kleidung aufhalten
· Wolldecke zum Löschen so halten, dass man sich nicht selbst verbrennt (Finger)
· Decke um den Hals des Betroffenen ganz abschließen
· den Betroffenen auf den Boden legen
· Decke vom Hals in Richtung Füße mit den Händen abstreifen
Wenn Feuerlöscher verwendet werden, diese nicht auf das Gesicht richten.
Nicht alle Feuerlöscher dürfen für das Löschen brennender Personen benutzt werden. Hinweise auf dem Feuerlöscher
lesen.
In den Verbandskästen DIN 13164 (Kraftfahrzeugverbandskasten) sowie DIN 13157 befinden sich Verbandstücher, die auch
für die Versorgung von Brandwunden vorgesehen sind. |
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| Prellungen und Blutergüsse |
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nach folgender Anweisung verfahren:
· betroffene Stelle ruhig halten und hoch lagern
· Stelle mit einer Kühlkompresse kühlen
· mit einer elastischen Binde fixieren
· Salben und Cremes auftragen, die entzündungshemmende Stoffe (z. B.: Diclofenac, Piroxicam Ibuprofen, Felbinac oder
Mucopolysaccharidpolysulfat) enthalten |
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| Knochenbrüche |
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Das kann man tun:
· Bruchstelle nicht bewegen
· bei offenem Bruch mit einer Wundauflage bedecken
· bei geschlossenem Bruch mit nassen Tüchern oder mit Wasser kühlen
· Stelle polstern (z.B. mit Decken, Kleidungsstücken etc.) |
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Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei allen Empfehlungen nur um Tipps handelt, aus
denen keinerlei Haftungsansprüche abgeleitet werden können! |
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| Kontakt: info@feuerwehr-langenstein.de |